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Wasserwacht Frankfurt (Oder)
DRK-Kreisverband Märkisch-Oder-Spree e.V.
 

Die Winterbader der Wasserwacht Frankfurt(Oder)

...eben in der MOZ gelesen

Kühles Bad vor verschneitem StrandWas ist leuchtend rot von Kopf bis Fuß, steht splitterfasernackt im Schnee und glaubt, keine Zehen mehr zu haben? Richtig: Ein Winterbader, der sich eben trockengerubbelt hat nach einem erfrischenden Ausflug in den Helenesee. Wirklich kalt ist ihm nicht - im Gegenteil: Es ist sogar sehr angenehm zu fühlen, wie die Durchblutung der Haut langsam wieder einsetzt. Und mit langen Unterhosen und zwei oder drei übergezogenen Pullovern erfüllt sogar recht bald wieder fast so etwas wie Wärme den Körper. Nur das mit den Zehen, das dauert doch ein paar Minuten länger, bis sie wieder alle zehn im Strumpf zu spüren sind.
Für die "Helene-See-Löwen" der DRK-Wasserwacht war das Wochenende ein ganz besonderes: Zum ersten Mal in dieser Saison verdiente das Winterbaden, zu dem sie sich an jedem Sonnabend am Oststrand treffen, auch wirklich seinen Namen. Tief verschneit waren Wald und Ufer, dazu strahlte die Sonne am blauen Himmel - eine geradezu malerische Kulisse. Und anders als vom Wetterbericht angekündigt wehte nur ein leises Lüftchen am Strand.
Zum ersten Mal galt auch das, was Winterbader so gern als Begründung für ihr äußerst gesundes Hobby angeben: Im See war es wärmer als draußen an der Luft. Sechs Grad wurden am Sonnabend im Helene-Wasser gemessen. Draußen im Trockenen waren es um die vier Grad unter Null, gefühlt sogar noch einige Grad weniger.
Zwölf Frauen und Männer stiegen diesmal ins Wasser und drehten schwimmend ihre Runden. "Man darf nicht lange fackeln - einfach reinmarschieren", erklärte Rolf Dietz. Der 63-Jährige ist eingefleischter Winterbader und setzt auch sonst auf Sport: Gemeinsam mit seiner Frau Gisela und einem befreundeten Ehepaar war er von seinem Heimatort Müllrose aus zur Helene gewandert, um kurz zu schwimmen und dann wieder zurückzulaufen. "So ein Bad ist herrlich", sagte er, "nur die Socken bekomme ich hinterher immer so schwer wieder an."
Ebenfalls mit drei Mitstreitern ist Anita Richter jede Woche dabei. "Natürlich kostet es jedesmal Überwindung", gab die Güldendorferin zu. Und nach dem Abtrocknen sei auch "alles erst mal taub. Doch nach ein bis zwei Stunden kommt die innere Wärme, und das ist ein wunderbares Gefühl." Wichtig sei, sich vorher gründlich zu erwärmen.

Wer mitmachen möchte: Die Winterbader treffen sich immer sonnabends um 13.45 Uhr.

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